44 – Osterreise 2025: Kirschblüten, Berge und Strände in Korea
Wider Erwarten gibt es keine Eltern-E-Mail am letzten Schultag, sodass die Reise pünktlich nach der letzten Schulstunde starten kann.
Es ist warm, beinahe schon zu warm, als ich starte. Aber es ist relativ früh – der Feierabendverkehr in Seoul hat noch nicht angefangen. Dennoch muss ich durch den verkehrsreichsten Distrikt in Seoul – Gangnam. Ohne Style, einfach Streetfighting für etwas unter einer Stunde. Mein Navi prophezeite mir 4h für den 170km-Trip, der größte Teil entfällt wieder darauf, Seoul überhaupt zu verlassen! Da ich mich immer noch gehandicapt fühle und zwei dicke Arsch- ähm Rollerbacken mit den neuen Reisetaschen habe, fahre ich sehr defensiv. Das klappt zu 85%, ab und zu muss ich mal Gas geben, meistens, weil mich vermutete Inkompetenz meiner Verkehrsnachbarn dazu bringen. Ich bin hoch fokussiert, da ich mir keinen Fehler leisten darf. Und die entstehen schnell bei „normalem Fahren“ auf normaler Strecke und bei normalem Fahren auf leichter Strecke. Und auf schwerer Strecke. Also eigentlich immer! Daher muss man konzentriert bleiben können. Daher gönne ich mir erstens ne Menge Relaxtheit und zweitens (früher als eher unbedeutend angesehene) Pausen. Es dauert ewig, bis ich Ichon hinter mir habe.


Da meine Schulter noch empfindlich ist, habe ich eine Stoffmütze als Polster unter die Motorradjacke gelegt und das Unterhemd und T-Shirt auf „links“ gedreht, damit die Nähte nicht so auf die Narbe drücken – William Forrester lässt grüßen! Das Wetter ist schön. Ich möchte ein paar 360°-Reisevideos machen und meine Kamera spinnt. Sie erkennt selbst schnelle Micro-SD-Karten als „zu langsam“ und bricht Aufnahmen einfach ab. Wohlweißlich hatte ich glücklicherweise vorher immer schon manuelle Stopps gemacht, sodass mir nicht alle Aufnahmen flöten gehen. Am Ende des Tages habe ich 1-2 nutzbare Aufnahmen. Das ist sehr schön, sollen sie mich doch erinnern an die Kirschblütenzeit in Korea!
Mein erster Stopp ist diesmal nicht Suanbo, sondern befindet sich an der östlichen Küste des Chungju-Lakes. Tatsächlich ist die Strecke, die ich schon mehrmals am See entlang gefahren war, immer noch nicht fertig. Aber wenigstens gab es diesmal keinen Regen und Matsch wie beim letzten Mal vor 6 1/2 Jahren!
Aussicht ist überall geil, die Strecke scheiße. Der Roller überhitzt diesmal aber nicht.
Angekommen im Cheong Pung Resort beziehe ich mein Zimmer, das eine prima Aussicht hat auf den Stausee (auf dem 2010 Papi und ich einen Bootsausflug gemacht hatten). Auf dem Weg hierher stelle ich fest, dass die Koreaner sehr clever sind und bestimmte Straßenstrecken aus touristischen Gründen mit vielen Kirsch-, oder Apfelbäumen bepflanzt haben. Die blühen jetzt wie blöde und es ist irre schön und ein verkehrstechnischer Alptraum, hier drunter entlang zu fahren! An einigen Stellen gibt es eine „slow line“, wo die Autofotografen sitzen und knipsen (beim Fahren!).
Ich bin aber zu einer ungewöhnlichen Zeit unterwegs und kann daher ungestört ein paar schöne Solo-Impressionen erlangen.














Man weiß ja, dass Essen in Hotels teuer sein können. Aber es gibt ja 24h-Läden wie 7eleven oder (nice to) CU, wo man Chickensticks oder Ramyeon kaufen kann. Nun, hier gibt es zwar einen e24, aber der hat kein Essen! Kein Ramyeon, kein Miyeokguk, nothing! Also muss ich wohl oder übel ins hoteleigene Restaurant gehen (die umliegenden hatten schon zu) und hier essen. Es ist natürlich überteuert, aber ok und die Aussicht ist geil.
Für die Sauna ist es jetzt zu spät, die liegt nicht in diesem Gebäudeteil, sondern ein paar Minuten Rollerweg im Haus und am Berg gegenüber.
Am nächsten Morgen gönne ich sie mir aber noch. Bei meiner Abfahrt gegen 11 Uhr ist das Wetter nice, Kirschblütenoverkill, zwei Blütenvideos werden was.
Vor Andong wird es dann sehr traurig. Die Berge sind schwarz-braun, die meisten Bäume verbrannt, es riecht nach nasser Holzkohlenasche. Es hatte im letzten Monat verheerende Waldbrände gegeben. In einigen Dörfern hat es manche Gebäude erwischt, während andere nebenan unversehrt blieben in den Feuern, die hier vor 2-3 Wochen gewütet haben, tausende Quadratmeter in mehreren Gebirgen! An einer ausgebrannten Kirche mache ich halt. Hier hat es nicht nur die getroffen, sondern auch Scheunen, Hanghäuser, eine Schule etwas weiter unten hat das Feuer nicht erreicht. Ausgebrannte Maschinen und dann das traurigste: Von einem traditionellen Hanok-Village steht nur noch eine Hälfte, die an dem einem Flussufer. In der anderen liegen die Dächer auf Aschebergen, was mal die Häuser waren.










Im Andong Park Hotel komme ich gegen 14 Uhr an, zu früh, die Fahrt ist recht kalt gewesen. Ich darf eher rein, mache mich aber wegen des drohenden Regens sofort auf den Weg, um einen 360er zu machen. Der Andong Traditional Market Walk wird etwas, bevor es zu regnen beginnt. Ich esse vor Ort, günstig: Odeng (Fish Cake) se ge (3 Stück) für 2000Won , dafür bekommt man in Seoul gerade die Hälfte.
Es fängt an zu regnen, in der berühmten Galbi Straße finde ich nach einiger Suche ein Restaurant. Nicht, dass es keine gäbe, aber wir haben hier wieder das Problem, dass die Leutis nur für jeweils 2 Personen verkaufen wollen. Ich habe keinen Bock auf Diskussionen („Nur für 2 Personen!“ – „Aber ich bestelle und esse für 2!“ – „Sorry!“, „am WE nur auf Bestellung!“, “ Wir sind voll!“ – offensichtlich nicht, sonst wäre ich nicht reingekommen!). Frage solange weiter, bis man „mich nimmt“ (!). Ich bestelle und merke später, dass der hoche Preis nicht entsteht, weil es 2 Portionen sind, sondern schon eine Portion so viel kostet, wie in anderen zwei! Völlig überteuertes koreanisches Rindfleisch! Als ob koreanische Rinder hier etwas anderes als Stallhaltung kennen würden! Doppelt so teuer wie australisches oder argentinisches, wo die Tiere vermutlich nicht nur rumstehen. Ich habe in Korea noch nie eine Kuhweide gesehen! Nur Ställe! Das Essen ist sehr lecker, ja, ich werde von den kleinen Portionen sogar fast satt, aber 88.000W is too much!






Am nächsten Tag ist es kalt, ich muss meine Griffheizung anmachen und kaufe mir später im GS25 Stoffhandschuhe zum Drunterziehen. Wieder fahre ich durch verbrannte Erde, Dörfer, und einzelne Farmen. Die Anfänge des Neuaufbaus sind schon zu sehen (neue Router wurden an den Funkmasten neben verbrannten und geschmolzenen Verkehrsschildern schon angebracht, es wird Monate dauern, bis es hier wieder normal aussieht.







In Pohang erkenne ich nichts wieder, alles sieht anders aus als damals. Im Hotel darf ich im Zufahrtsweg zur Garage parken, zum Fahrstuhl hinter der Nebeneingangstür sind es keine 10m.
Wieder ist meine Aussicht mega hammer, die ganze Seite ist ein einziges Fenster. Eine Straße zu überqueren, dann beginnt der Sandstrand.



Ich mache mich aber gleich mit meiner 360°-Kamera auf zu einem „Sky walk“, ich war aber zu hastig beim Navigieren und verwechsle daher den „Space Walk“ mit dem „Maritime Sky Walk“, an dem ich aber gerade ankomme. Es ist sehr, sehr windig, ich glaube, den „Space Walk“ tue ich mir heute nicht an!
Essen bekomme ich heute megagünstig – statt 88k tags zuvor bezahle ich heute Schweinefleisch für 45k und mehr zum Essen. Mann tut alles für mich! Ja, der Bedienmann brät alles für mich an, dreht um, schneidet und wendet erneut, ich brauche zur noch zu futtern! Boah, satt!





An der beach front hat sich einiges getan: Wo früher nur graubraune Stahlindustriefabriken zu sehen waren, blinken und wabern und flitzen die LED-Lichter den Industriekai auf und ab, alles ist schön beleuchtet. Ich kaufe etwas Feuerwerk und ziehe mir beim Abfackeln den Schwarzpulvergeruch rein! Ich liiiiiiiebe es! Es wird zu kalt, der Wind frischt nochmal auf, ich verziehe mich aufs Zimmer. Im Hotelzimmer liegen lustige Kimonos bereit, schöner Stoff – leider verkaufen sie mir am Ende keinen 🙁
Am nächsten Tag ist der Sky Walk fällig. Er ist kostenlos und ich verstecke die Kamera, weil Selfie Sticks, Schirme etc. auch verboten sind und ich will nicht sinnlos diskutieren. Also beginne ich diesen Teil hier oben – an manchen Stellen ist es echt gruselig, es ist sehr hoch und das ganze Kunstkonstrukt wackelt nicht gerade wenig! Beim Runtergehen sagt niemand etwas und ich habe eine schöne Erinnerung auf 360°-Video!
Anschließend geht es in die Sauna. Die ist modern und günstig, ich bleibe 2h dort.
Am nächsten Morgen steht die Fahrt nach Homigot an. Das ist die Halbinsel vor Pohang, ich brauche also nicht einmal ne Stunde zu fahren. Heute ist es 10°C kälter, Regen ist für 16 Uhr angesagt, meine Ankunft ist 2h zu früh. Ich muss warten, nach 1h beginnt der Regen und ich kann just einziehen. Es schüttet in Strömen! Schön – ich bin hier drinnen im Caravan und kann das Regenprasseln beim Camping gut ertragen! Der Roller hat Seitentaschenregenhauben, alles bleibt trocken. In den Glasraum neben dem Caravan brauche ich nicht zu gehen, da lege ich meinen Helm und andere Dinge hin, die ich nicht brauche. Abgeschlossen wird nicht – in Korea kommt nix weg! Ich sitze an der Fensterscheibe auf dem Bett und feixe mir eins! Soll es doch regnen! Na und? Macht mir nix! Und dass es morgen den ganzen Tag regnen soll, macht mir auch nix, dann komme ich endlich mal zum Schreiben und Spielen!
















Aber daraus wird nix, denn es regnet am nächsten Morgen überhaupt nicht! „Strahlend blaue Sonne!“ Plan: Mal ne 360°-Mopedfahrt machen – wird zur „Spezialausgabe“ meiner Walking-Videos, da erster Teil mit Roller gefahren und zweiter Teil gegangen wird. Pohangs Hände sind in Homigot, des östlichsten festländischen Punktes Koreas – und ich war da.














Danach gibt es Bulgama-Sauna, eine der beiden ist zu heiß (über 100°C und leicht feucht!), die andere ist prima, das Ganze hier ist gut zum Ausruhen, aber keine 24/7 auf, ansonsten schöne Aussicht und nicht so teuer (14.000 Won). Die Bulgamas waren wirklich heftig, heftig gut!



Der Wohnwagen dieses Caravan-Parks liegt direkt am Meer, es ist so schön! Wish, you were here!
Tags zuvor bezahlt und heute genutzt – Lagerfeuer. Wetter sollte heute wie gestern sein, alles verregnet und kalt. Daher hatte ich keine großen Ausflüge geplant und gehofft, ein paar Blog-Nachrichten zu schreiben oder so, nun wurde es schön. Küstenstraßen entlang fahren und zu sehen: „Hier war mal etwas!“ traurig und dennoch uplifting! Und das Lagerfeuer ist now!



















Am nächsten Tag lasse ich mir Zeit mit dem Packen. Alles wird dabei irgendwie logischer, wenn man etwas unterwegs ist. Ich packe so gut, dass ich den Rucksack, der auf dem Sitz verschnallt ist, nur halb so dick hinbekomme. So sitzt er prima.
Schon gestern fuhr ich diese Küstenstraße entlang. Ich genieße jede Minute der knapp über 60km, die ich heute unterwegs bin. Viele Fotos hatte ich gestern gemacht, heute kommen an der ein- oder anderen Kurve noch welche dazu. Die Küste ist echt klasse hier. Hier war mal was. Oder wird es im Sommer wieder sein? Hie und da stehen ein paar Hochhäuser, die Fenster noch mit Folie verklebt.





Mein Hotel steht in Gyeongju, nun, eigentlich nicht. Zwar gehört dieser Küstenteil zur Provinz Gyeongju, allerdings ist die Stadt mehr als 30km entfernt. Morgen werde ich einen Ausflug zu dieser berühmten alten Königsstadt machen, zunächst aber erstmal ankommen und nochmal das Meer genießen.
Das „Frux Flux“ steht direkt am Meer. Hier gibt es keinen Strand, stattdessen eine ganz besondere schwarze, vulkanische Küste. Man muss nicht nach Jeju fliegen, um eine atemberaubende Aussicht auf schwarze Lava und peitschende Wellen zu bekommen!
Direkt vor dem Hotel ist ein Küstenweg, geschaffen für den nächsten Walk. Der Wind ist unbarmherzig, gut werden die Tonaufnahmen im Video nicht sein. Aber so ist es halt.
Im Hotel bin ich der einzige Gast, dennoch wird die Sauna für mich angeschmissen (wohl ein alter Marine-Container), hätte ich gewollt auch das Heißwasserbecken. Das bekomme ich dann am nächsten Abend.















Davor jedoch stehen Frühstück auf dem Zimmer und eine Tour into the City auf dem Plan, im Krankenhaus will ich meine Wunde checken lassen. Mit Sicherheit kann der letzte Seoul-Verband nicht 2 Wochen dran bleiben.
Im Krankenhaus glauben sie, die Wunde wäre gerade neu entzündet und pappen mir einen dicken Zellstoffverband drauf. Dieser ist nicht wasserdicht („trocken!“), also kaufe ich mir selbst Jod und Bepanten. Im Djimjilbang lege ich mir den wasserdichten Verband selbst an.
Achja, Gyeongju ist extrem touristisiert, Kofferzieher, Ausländer, warm, Nepp-City, alle Parkplätze voll. Ich parke wild, überall stehen Parking-„Polizisten“.
Um das Observatorium mache ich einen 360°-Walk, der endet ganz nice in einem Laubwald. Schöner Spaziergang! Es folgen noch zwei weitere Walks. Einer hat eine berühmte Brücke im Fokus. Ansonsten ist hier gar nichts mehr los, die Leute sind alle in Nepp-City.
Auf der Suche nach Kopftüchern fahre ich danach einmal um den Namsan-Teil des dreiteiligen Gyeongju Nationalparks. Kein Nationalparkeingang, auf dem Tohamsan beim Bulguksa-Tempel auch nicht, es gibt keine Tücher, morgen muss ich auf der Fahrt zum Gayasan eine neue Stelle versuchen.
Zurück im Djimjilbang – prima, alt, groß, gute Aussicht. Bleibe nicht lange, denn ich will ja nochmal in die Hotelsauna. Heute ist extra der Ontang auf! Bin wieder alleine hier, im Hotel gibt es jetzt noch ein 2.Pärchen auf einem Zimmer.
Einige Zimmer haben sogar einen eigenen Pool! Der große Pool ist im Sommer sicher toll, heute ist es aber leider wieder sehr windig!
Auf dem Zimmer ordne ich meine Fotos, spiele etwas Hoghwarts Legacy“ auf dem Steamdeck, dazu gibt es ein Leichtbier (neu!), und schlafe dann gut ein im Designzimmer.
Frühstück gibt es heute im Cafe unten, der Rechner überspielt noch ein paar Dateien. Packen geht leicht von der Hand. Mit einem kleinen Umweg zum Gyeongju Nationalpark mit der Hoffnung auf Tücher liegen bis zum Gayasan etwas mehr als 200km an.
Dass es wärmer wird, merke ich daran, dass erstens meine äußere Seite der Doppeljacke zu viel ist und ich sie ausziehen muss und daran, dass der Roller jetzt wieder anfängt zu überhitzen, sogar auf glatter Straße. Ich versuche mittleres, gleichmäßiges Tempo und bekomme es dadurch hin, dass er cool bleibt.
Tücher gibt es nicht! Wie tags zuvor finde ich keinen echten Wandergebietseingang, eine Straße, die zum Weg und dann zum mit Sand belegten Weg wird, fahre ich nicht weiter und füge mich dem Schicksal: Keine Kopftücher aus diesem Nationalpark!
Im Gayasan fahre ich den Berg hoch, es wird wieder etwas frischer und komme dann beinahe pünktlich im Gayasan Hotel an. Einchecken, einkaufen (ein 24h-Laden direkt im Hotel und dazu Preise, die fast bei denen der Originalmärkte liegen) und dann ab zur Sauna. Gutes Ding, 3 Saunen, 5 Becken und der Preis unschlagbare 4000Won!
Danach gibt es leckeres Essen (was ich nur bekomme, weil ich 2 Speisen bestelle! AAAAARGH!). Dadurch bin ich aber megasatt, hab eher zu viel gegessen. Nix mehr heute! Aufs Zimmer, Kamera für timelaps aufbauen, Weiterreise planen und Blog schreiben. Meinen eigenen Wundverband betrachtend muss ich mir gute Arbeit attestieren: alles trocken geblieben! Morgen muss ich aber neu „verbinden“, wenn ich wieder in die Sauna will, denn der Schutzverband ist heute ab gekommen.
Etwas Steamdeck zur guten Nacht. Morgen geht es wandern. Hoffentlich! Regen ist angesagt, aber für Nachmittag. Ich ziehe hoffentlich nicht den Schwanz ein morgen früh – die Strecke wird in den Reiseführern als „hart“ bezeichnet.
- schaffe es zu halb neun, Wetter gut, Weg dieser Bloggerin suchen, der am stream (leichter), in einer Wander-App beide „hart“, sie meinte aber ihr Weg bergab wäre ein entspannterer Aufstieg, gleichmäßiger und nicht so viel auf und ab und stufen, ich nat. falscher Weg, hätte man sehen können: links gleich Stufen, rechts Wasserrauschen und flacher Weg, ich wohl noch zu beschäftigt mit falsch gebuchtem Hotel (70-94, später sogar, wusste ich jetzt noch nicht –> 64€!)
Wanderung auf, ab sehr anstrengend, wenn auch nicht Samaksan, Aussichten zunächst okay, lokale Maps sagen mir Strecke schwarz (Expert) die andere orange (unter advanced- intermediate!), dennoch schöne Wanderung, windschiefe kiefern, Frühlingsblumen, klare kalte Bäche, Aussichtspunkte an guten Stellen, viele Treppen und Steinstiege, später Nebel“winde“, die den Berg hochdüsen, ruck zuck keine Sicht mehr, nicht viele unterwegs auf meiner Strecke, aber im letzten gemeinsamen Teil zum Gipfel (dem echten).




Oben- Aussicht wieder da, sehr windig, durchgeschwitzt, kurz oben, nicht verweilen, direkt zurück, Knie tut weh, Abstieg ist gut gewählt! Alter Mann flitzt vorbei, kleine Schritte, auch, geht besser, 1 kurze Pause an Beginn Bach, Plätschern, Vögel genießen, beine erholen lassen







Am Hotel zurück gleich Jacke an, Helm auf, los, Eingang park, wo Tempel ist, schöne Strecke, großes trad. Straßentor 2000Won, nicht zu Tempel, sondern zu Gemüse-Adjumas, eine hat 2 Tücher vom Gayasan! 5000 Won das Stück, happy, zurück mit ner Tüte getrockn. Süßkartoffeln oder was das ist, geben gute Chips.



Abendessen Ramyeon mit Chips, 30 Euro wieder „reinholen“ (Buchung), versorge Wunde mit CVS-Pflastern selbst, Sauna again (Nr.83), Pflaster hält, Wäscheleine trocknen der in Dusche gewaschenen Sachen, eine draußen, Abendbier, gute Nacht vor Mitternacht.


War ich hier zum ersten Mal? Bin ich zum ersten Mal durch diese Gegend gefahren? Warum kenne ich sie nicht? Warum sind mir die beinahe märchenhaften Bilder von Tempeln in den Bergen, Pagoden in den Hängen, Pavillons an Bächen und Berge, wie man sie sonst nur aus China kennt, noch nie begegnet? Was habe ich denn die ganzen Jahre des Reisens getan, dass mir diese wunderschöne Gegend nie aufgefallen ist? Noch nie habe ich so oft auf der Strecke angehalten oder bin sogar ein Stück des Weges zurück gefahren, weil ich etwas sah, was so atemberaubend schön oder einzigartig war.
Heute geht die Reise also vom Gayasan nach Jeonju. Schon kurz nach dem Start merke ich, dass heute besonders ist. Ich starte im diesig-feuchten Gayasangebirge, ein Hauch der Erinnerung an die Tour 2005 durch die Tarokoschlucht in Taiwan kommt auf, nicht wegen der Schlucht, sondern wegen des Wetters, das man trotz der Misslichkeit vergaß, weil die Landschaft so schön und neu war. Mehrmals verlasse ich die Route, weil Touri-Wegweiser ein Tal oder einen Felsen anpriesen, zu dem ich mich dann auf den Weg mache. Mein Navi meckert ständig und ich bin froh, dass der Roller das, trotz des warmen Wetters, nicht auch tut (das Kühlwasserauffüllen vor der Reise war Gold wert!).











So ein richtiges Wandergebiet (mit Kopftüchern! 😀 ) finde ich nicht, aber die Fotos entschädigen dafür. Die originale Wegstrecke ist nicht mehr nachzuvollziehen, weil ich so viele Abstecher mache. Irgendwann bin ich wieder auf dem Weg. Lustig, wenn das Navi von 206 noch zu fahrenden Kilometern plötzlich auf 130 km springt, weil der ursprüngliche Fahrplan verworfen wurde. Alles richtig gemacht!
Kurz vor Jeonju komme ich ein Gebiet, das mich an Guilin in China erinnert. Besondere Bergformationen, die so untypisch für Korea sind, erscheinen plötzlich am nahen Horizont. Was für eine Aussicht, was für eine Ansicht! Klick, klick, klick macht mein Foto-Smartphone nicht (ich habe das Note 9 umfunktioniert für diesen Zweck – ein echter Knipps-Apparat ist aber echt besser!), aber es löst aus so oft wie bisher nicht auf dieser Reise!
Besoffen von der Flut der Eindrücke komme ich in die Stadt Jeonju. Hier war ich schon mal abgestiegen, ein Djimjilbang namens „Rodeoland“ war damals mein Übernachtungsziel.
Diesmal jedoch übernachte ich in einem Hotel, dessen Fehlbuchung ich ja schon oben beschrieb. Natürlich ist ein Canceln nicht mehr drin, wie man mir an der Anmeldung mitteilt. Das Einchecken allein ist schon besonders. Ein Schalter mit 3 Angestellten arbeiten eine Liste von Kunden ab. Man muss sich per QR-Code in eine Schlange stellen (oder in die Lobby setzen), bis man drankommt und das dauert. Irgendwann gehe ich auf mein Tripple-Bed-Zimmer (was eine Verschwendung!) für 94 anstatt 64 Euro!! Let it go, Kay. Wie rechnet man sich das schön? Nun, ich frage an, was das Zimmer, das ich habe, heute Abend auf dem „freien Markt“ gekostet hätte: 190.000 Won ist die Antwort. Damit kann ich dann (wieder etwas besser) leben. Das ist mehr, als ich mit meiner zu teuren Buchung bezahlt habe. Nun denn.
Ich hole mir nen Hotel-Trolley und hole mein Gepäck aus der Tiefgarage. Auf dem Zimmer bleibe ich nicht lange, schnappe mir die X4 und starte vor dem Hotel meinen 360°-Walk. Das Folk-Village, halt, „Hanok“-Village ist, wie soll man sagen, eher ein „theme park“, also ein Gebiet, in dem es viele Häuser im koreanischen Stil gibt, aber „drinnen“ sind Cafés, Restaurants, Schießbuden (!), Handleser, Karikaturisten, Foto-Buden, Nippesverkäufer, Snack-Stände, ein richtiger Rummel halt. Aber im koreationellen Stil, so nenne ich das jetzt mal. Ein Blick auf die Karte sagt mir, dass ich gerade einmal ein Viertel des gesamten Gebietes abgeklappert habe, aber das ist genug. Ja, dieser Teil der Stadt ist sehr schön (touristisch), aber I have seen enough! Ein Juwel in dem ganzen Getue ist aber der Gyeonggijeon Shrine, in den man für 3000 Won eintritt und Kühle und Ruhe genießen kann. Ich gehe nur durch, bin aber auch hier beinahe 30min unterwegs. Kaum wieder draußen stehe ich auf einmal vor einer richtig großen Kirche, der Jeongdong Catholic Cathedral. Leider gehe ich nicht rein, soll wohl auch von innen ganz nice sein. Aber ich mache einen Walk hier, „I´m walking here!“
Meine Tour führt mich noch etwas durch die Gassen und ende am Jeonju Hanok Spa, einem tatsächlich 24h geöffneten Djimjilbang! Die Hotelsauna mache ich morgen, heute geht es hier rein. Prima! Gute Saunen (obwohl in der Salzsauna die Sitze aus Salzstein so heiß werden, dass man selbst mit zwei Handtüchern unterm Hintern nicht lange drauf sitzen kann), angenehme Becken (das Spaßbecken mit den Wasserpilzen und Wasserfallduschen, wie die Kinder rumschreien nehme ich mal raus, weil es eh um die Ecke, etwas abseits liegt), im Djimjilbang schöne Räume, in die zu gehen oder mich reinzulegen ich keine Zeit habe und ein Restaurant, in dem ich Miyokguk bestelle (gehört zur Sauna dazu!) werden Eintrag Nr. 84 in meiner Liste und mit einem doppeltem Plus versehen. Für 13.000 Won kommt man hier rein, Übernachten kostet dann noch 2000 oder 3000 Won mehr – lächerlich! Ich jedoch übernachte gegenüber für…, ach lassen wir das.
Nach der Sauna lasse ich mich treiben und shoppe noch in den Gässchen. Essen werde ich hier nicht, das Budget muss wieder zusammengeschrumpft werden. Für 30.000 Won bekomme ich Essen und Getränke für heute Abend und Frühstück für morgen früh. Morgen früh gibt es Frühstück auf dem Zimmer. Aber vorher Sauna unten in B1 (wo auch mien Roller steht). Macht um 6 Uhr auf. Perfekt. So startet man den Tag!
Jetzt lege ich die Beine auf die breite Fensterbank und genieße die Aussicht. Das bunteste Gebäude, was man sehen kann, ist das Djimjilbang 🙂









Auch am nächsten Morgen lege ich die Beine hoch – ich habe noch 2h fürs Packen (und das dauert sehr viel länger als geplant!). Ich checke kurz nach 11 Uhr aus und bringe den Trolley mit dem Gepäck nach unten und bestücke den Roller. Brauche dafür mehr als 30 min! Nach dem Zurückbringen des Trolleys plane ich die weitere Reise, unten vor der Sauna sitzend, die auf der gleichen Ebene liegt. Das dauert auch nochmal ne halbe Stunde 😀
Die Fahrt von Jeonju nach Gunsan soll nur knapp eine Stunde dauern bei direkten 48km. Ich finde das zu langweilig und suche mir eine interessantere Strecke. Am Byeonsanbando Nationalpark hatte ich damals schon einmal übernachtet, da ging gerade die Landrückgewinnung los. Und nein, damals war ich noch nicht so fixiert auf Kopftücher aus den Nationalparks! 😀 Aber diesmal! Und deshalb mache ich einen kleinen Abstecher dorthin. Zwar werden es so mal eben schnell 3h und 166km, aber ich werde nicht enttäuscht! Nicht nur, dass kaum Verkehr ist und das Wetter schön, es gibt auch wieder traumhafte Aussichten in so mancher Kurve. Zum Beispiel von dieser Halbinsel zurück aufs „Mainland“ Korea – im Meeresdunst halb verschwunden wirkt es viel weiter weg, als es ist. Nebenbei höre ich Sebastian Fitzeks „Das Kind“. Ein tolles Hörbuch! Nach Musik ist mir irgendwie nicht mehr, das war 2024. Knapp 1h ist noch über, kann es kaum erwarten, morgen weiter zu hören.








Gunsan ist schnell erzählt: Kein Walk, nur ankommen, zur Sauna fahren, zurück Richtung Hotel, schnell Frühstück besorgen und noch Essen gehen. Neu: gekochtes Yeongpun (?) Galbi, sehr lecker. Nur die Beilagen waren diesmal nicht so toll (schmeckte alles sehr zwiebelig.
Höhepunkt heute (neben den tollen Aussichten): Taemaeri (Session) – ich hab mich, das erste Mal seit Februar, wieder abschrubben lassen (können) in der Sauna und das ging! Arm konnte alle Bewegungen machen und der Herr Schrubber war sehr vorsichtig mit meiner Narbe und dem Wundverband. Letzterer wurde von mir im Hotel gerade erneuert. Wunde sieht okay aus, wenn wohl auch nicht so, wie sie mit der Wundermedizin aus dem Seoul Prime Hospital ausgesehen hätte. Ich mache den Gyeongju-Arzt dafür verantwortlich! 🙂




Der letzte Teil meiner Reise steht auch (beinahe komplett) fest: Morgen geht es nach Mallipo! Ja, konnte nicht widerstehen, 55 Euro für 2 Nächte mit der Aussicht auf Nichtstun waren zu verlockend. Und selbst von dort aus soll es nicht direkt zurück nach Hause gehen – ich habe ein Djimjilbang eingeplant, was ich noch nicht kenne und was auf dem Weg liegt. Freitag bin ich dann wieder zuhause. Wenn ich es denn diesmal direkt schaffe 😀
Nun also nach Mallipo. Der Tag startet gar nicht gut. Mein Wecker weckt mich tatsächlich um 10 Uhr, was so als Notwecker gedacht war, nun aber realer wurde, da es draußen noch dunkel ist und ich deshalb noch nicht im Aufstehmodus bin. Es regnet. In Strömen. Es ist regenwolkendunkel. Das ist nicht schön. Wenigstens ist es nicht kalt.
Beim Auschecken reklamiere ich das abgelaufene Bier und obwohl sie meinten, das wäre ja noch 1 Jahr gut (und das abgedruckte Datum wäre nicht das Mindesthaltbarkeitsdatum!), brauchte ich dennoch nichts bezahlen. Auch nicht für die Cola, die ich auf den Minibarzettel aufgeschrieben hatte. Seltsam, aber nett.



Nach dem Auschecken brauche ich nicht mehr als 15 min zum Packen. Schon in der Tiefgarage ist es gefährlich, sehr rutschig auf dem bemalten Beton. Auch unterwegs bin ich wieder voll fokussiert, 2x sehe ich voraus, dass die Einfahrenden mich nicht beachten würden. Nachdem ich gestern einen (wohl schon vor 1-2 Wochen) ausgebrannten Bus am Straßenrand gesehen hatte, ist es heute ein SUV, der mit Licht an und der Front gegen einen Baum geprallt ca. 3m rechts parallel zur Straße neben dieser stand. Das musste gerade passiert sein. Ein Taxifahrer hält bei den beiden beteiligten Fahrzeugen an, ich nicht. Wozu wäre das gut gewesen? Ich hatte den Unfallvorgang nicht selbst gesehen, die Unfallfahrerin hockt zwar bekümmert, aber sonst scheinbar in Ordnung an der Straße und der andere Fahrer kümmert sich gerade um sie, ich spreche die Sprache nicht und hätte angesichts der Lage auch nichts tun können, was geholfen hätte. Es beschäftigt mich zwar noch eine Weile und ich male mir aus, wie es wäre, bliebe ich im Regen heute liegen. Aber genau deshalb muss die Konzentration jetzt der Straße gelten.
„Das Kind“ erlöst mich heute mit den letzten offenen Fragen und ich weiß, dass Fitzek nun offiziell mein Reisbegleiter Nr.2 ist. Nach King, versteht sich!
Die Fahrt ist dennoch nice heute, alles ist gut eingehüllt, Seitentaschen, Rucksack, Kay. Nur die Hände nicht. Die Handschuhe sind ruckizucki durchnässt und ich weiß jetzt meine Griffheizung sehr zu schätzen! Meine Finger sind so aufgequollen, dass ich nicht mal mehr das Handy entsperren kann, aber dennoch friere ich nicht und ich genieße es, mal so richtig vorbereitet gewesen zu sein!
Erst im Hotel merke ich, dass keine der Abdeckungen für die Seitentaschen und den Rucksack ihre Aufgabe zufriedenstellend erledigt haben! Es ist alles nass.
Im Ohr habe ich Stephen Kings „Pin Up“ (was zum Film Shawshank Redemption“ führte) und das macht die Reise leichter.
Die ursprünglichen 144km verlängere ich auf 166km, in dem ich durch diese Stadt fahre, von der mir letztes Jahr die beiden Jungs im Djimjilbang erzählt hatten („…das ist die Chilli-Hauptstadt Koreas, da sind sogar die Straßenlampen in Chilli-Form!“). Das ist in der Nähe des Chilgapsan Gebirges, wohin zur Jahreswende die Erdbeerreise gegangen war.
Genießen kann ich das nicht, weil es auch dort regnet. Ich hatte es auch schon gar nicht mehr auf dem Schirm, bis mir die Straßenlampen auffielen. Durch und weiter.
Kurz vor Mallipo hört der Regen auf und mich verwundert erneut, dass es sowohl „Mallipo“ als auch „Manripo“ heißen kann. Die koreanische Sprache ist mir nach all der langen Zeit noch immer ein Rätsel.
In Mallipo fahre ich als erstes an den e24-Laden ran, wo ich im Sommer diesen Typen kennengelernt hatte, der in Australien studierte und so. Sein Vater war da, immernoch mit Stirnband, wie im Sommer. Diese Familie arbeitet jeden Tag dort. Auch an einem Wochentag mitten im off-season April. Was machen sie zum Urlaub? Kennen die das überhaupt? Einmal mehr sehe ich mich in meiner Lage als mega priviligiert an! Selbst Superreiche, die sich alles leisten können, haben wahrscheinlich nicht mehr Freiheit als ich! Geschweige denn, diese Leute aus dem Familienbetrieb.






Nebel fliegt vom Meer aufs Land. Das sieht toll aus, führt aber auch dazu, dass es sehr schnell frisch und erneut ungemütlich wird. Ich verziehe mich ins Hotel. Dort war ich im Sommer schonmal und das Einzige, was mich damals störte war, dass es kein Bett gab. Jetzt bin ich drei Zimmer vom damaligen entfernt und habe eins. Ich bin auch gar nicht mehr sauer, dass mich das Hotel versetzt hatte, das muss im Herbst gewesen sein. Hatte eine Buchung um die 50 Euro. Für 2 (!) Nächte! Dann kamen Feiertage und die Zimmer ließen sich teurer vermieten. Damals bekam ich für mein billiges Zimmer eine Absage, angeblich wegen Überbuchung. Nun ja…
Die Umrechnungsrate jetzt (ich bezahle für 2 Nächte 33,66€) bedeutet aber auch gleichzeitig, dass der Won wieder kaum etwas wert ist. Ich überprüfe das immer mit der Umrechnungszahl der Überweisung von 3 Millionen Won auf mein deutsches Konte. Waren das vor 1 1/2 Jahrer noch 2250 Euro, so waren es zuletzt nur noch 1900, 1800 Euro. Heute (22.4.25) sind das, direkt umgerechnet: 1822,69 €. Das ist so Scheiße! Konto weiter laufen lassen, abwarten. Nicht mit Geld planen, das man nicht hat, aber auch nicht Geld aufgeben, das man hat. Dieser Scheißpräsident hatte also nicht alleine Schuld. Trump steckt auch dahinter und seine idiotischen Zölle! Aaaaargh! Nicht aufregen, Themarückführung!
Nachdem ich mich auf dem Zimmer aufwärmen konnte, geht es jetzt an den Strand. Es ist Sonnenuntergangszeit und einen schöneren selbigen hätte ich mir nicht vorstellen können! Ich liebe die Westküste dafür!
Dankbar, diese schönen Fotos zu haben (siehe unten), gehe ich zum Essen. Selbst jetzt gibt es noch Läden, die „Reinholer“ beschäftigen, also Frauen und Männer, die nur dafür da sind, Kunden von der Straße ins Restaurant zu locken. Ist mir beim Reinfahren schon aufgefallen und nun lasse ich mich „verführen“ in dieses Restaurant. Ich esse „nur“ die Fischsuppe für 30.000Won, aber auch hier begeistert mein „Bier-mit-der-Hand-öffnen-Trick“ die Bediensteten und danach sind diese auch nicht mehr so maulfaul 🙂 Dieser „Trick“, bei dem ich einfach meinen 2004-Athlone-Ring zum Kronkorkenöffnen benutze (er ist schon ganz schartig davon), hört nicht auf, die Leute, die ihn sehen, zu verwundern und zu erstaunen! 😀 Das ist schön. Mit einfachen Mitteln Eis zu brechen und Verbundenheit zu erzeugen! I love that ring! And the idea!
Nach dem Essen, was sehr lecker ist und mich übervoll macht, besorge ich mir ne Tüte Strandraketen und gehe runter zum Selbigen. Gerade zündet ein Familienvater eine Rakete an. Ich warte, damit er und ich seinem vielleicht 3jährigen Mädchen und seinem 4jährigen Jungen ein extra großes Feuerwerk bieten können (ich schnüffele als Schwarzpulver-Junkie am Zündergebnis!). Dad appreciates me und die kleinen Süßen bedanken sich, das Mädel mit einer Ganzkörpereinknickung, weil es so klein ist, dass es eine einfache Verbeugung noch gar nicht hinbekommt. Das ist so süß und mir kommen die Tränen. Was für eine (hoffentlich) glückliche Familie!
Ich gehe am Strand zurück zum Hotel. Ich bleibe noch einen ganzen Tag hier. Ich werde die Ruhe genießen.












Spät aufwachen, nichts vorhaben, einfach los. Ohne Roller. Kamera und los. Zum Mallipo Observation Tower. Eintritt frei und oben eine tolle Aussicht! Hab noch nie so saubere Fenster gesehen an einem öffentlichen Gebäude! Man kann NICHTS erkennen, selbst wenn man Zentimeter davor steht! Klasse!
Hab meinen Campingstuhl mit, der jetzt endlich auch mal zur Anwendung kommt und genieße Sonne, Strand und Meer. Ein paar Minuten Steamdeck sind sogar drin, obwohl das wegen der starken Sonne eher nicht so viel Spaß macht, aber es ginge! 🙂 Ein paar Snacks, ein paar Bier, der Tag geht dahin. Am Abend mache ich noch ein paar timelapse-Aufnahmen vom Sonnenuntergang und dann ist Sense.















Am vorletzten Tag meiner Reise packe ich morgens nicht viel nach Cleverness sondern nach Effektivität. Alles vollstopfen bis auf die eine Tasche, die mit ins Djimjilbang kommt.


Diese Örtlichkeit liegt in Osan, knapp 60km von meiner Wohnung entfernt. Etwas Ruhe vor dem Straßenkampf am nächsten Tag!
Das Djimjilbang ist jetzt einer meiner Favoriten, sauber, gute Saunen, gute Räume, leckeres Essen, schöne Aussicht! Gute Schlafmöglichkeiten, ich reserviere mir zeitnah einen „Dugout“, der hat Stromanschluss und Lichtschalter. Der perfekte Djimjilbangaufenthalt, alles in allem. Nur macht sich die linke Schulter bei diesen rudimentären Möglichkeiten bemerkbar. Schlafen geht dennoch erstaunlich gut.




Am nächsten Morgen verzichte ich auf Saunagänge und bin gegen 10:30 Uhr wieder in der Tiefgarage, wo mir ein Angestellter einen netten ausgedruckten Zettel an den Roller geklebt hatte, dass er durch meine Parkweise selbst auch nur doof parken konnte, und ich hätte besser in B2 parken sollen. Nun, ok. Aber mit etwas guten Willen hätte er gut in die Parklücke gepasst und seine Tür öffnen können.
Der Straßenkampf, den ich immer „Street fighting“ nenne, ist nicht so schlimm, wenn man so nen fetten Arsch hat, durch die Satteltaschen, wie ich. Und das ist echt relaxter! Ich komme gut durch, nur bei der COEX ist ne Riesenbaustelle mit starker Luftverschmutzung und langen Wartezeiten. 18km in 1 Stunde. Kommt wohl hin.
Ich fahre zum Krankenhaus, lasse mir nen neuen Verband am Unterschenkel verpassen und bin dann auf dem letzten Stretch. Ich fahre beim Dong-a Nengmyeon vorbei.

Vor 14 Uhr bin ich wieder zuhause. Dort öffnet mir der Vespafahrer aus 101 die Tür, hilft mir mit den Koffern rein und staunt über meine Tour.
Fahrstuhl hoch, Koffer in die Wohnung.
Meine letzte große Rollerreise (mit eigenem Roller) ist zuende.


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