Never make it up to you

This phone call before Christmas changed my life

It gave me purpose, made me strong

Something to live for and to come alive

Gave me a place, where I’d belong

 

And so I left my old life way behind

At the beginning, it was hard

You made it easy, ‘cause I’d always find

A helping hand, right from the start

 

You took me in and you cared for me

I could never thank you more

And now, things are, as they’re supposed to be

So much, much different than before

 

And I can never make it up to you

You know me as I was before

I can never make up to you

And there is nothing I want more

 

You stood by me, when I was down and out,

You stood by me, when I was ill,

When all was lost and there seemed no way out

I felt you, strong, behind me still

 

When I came back, there was this deep felt warmth,

The open heart, the open mind

New people, friends, welcome with open arms,

The best surroundings, you could find

 

You took me in and you cared for me

I could never thank you more

And now, things are, as they’re supposed to be

So much, much different than before

 

And I can never make it up to you

You know me as I was before

I can never make up to you

And there is nothing I want more

 

We knew, to make this new way possible, then

It would require a slower pace

For things to fall back into place again

You gave me time, you gave me space

 

Now I’m so sad, I disappointed you

I am sorry, I let you down

These expectations, all to live up to

I thought, I’d sooner come around

 

It seems, that there is no more time to show

You the efficient, stronger me

To prove you right and to make sure, you know

I’m just the way, I used to be.

 

You took me in and you cared for me

I could never thank you more

I thought me stronger, than I seem to be,

So much, much different than before

 

And I can never make it up to you

You know me as I was before

I can never make up to you

And there is nothing I want more

 

Kg

230915

Schottland im Juli – ein Urlaubsblog

Diese Landschaft, die Berge, die Seen, das Meer…

Schottland ist wie Irland, nur anders. Mehr Platz und dadurch länger schöne Landschaft. Den Dialekt versteht man am Anfang auch nicht, aber die Menschen merken das schnell und sprechen gaaaanz l a n g s a m. Fast mitleidig erklären sie einem dummen Deutschen, wo er abbiegen, anhalten oder hier- und dorthin übersetzen muss oder sollte.

Und dank Navi findet man auch all diese Plätze, Abbiegungen und Sehenswürdigkeiten. Schon ist man da: Schottland- Herrliche Landschaften, enge Straßen, die sich durch romantische Täler schlängeln, anspruchsvolle Wege, auf die sich auch Fahrradfahrer wagen und die diese Nischen haben, wo man überholen kann, verträumte kleine Dörfer, weiß-schwarze Häuser mit Blumen an den Fenstern, diese typischen Schornsteine, die einen wissen lassen, dass im Inneren ein Kamin seine Dienste verrichtet, gut ausgeschilderte Fähren, die man auch ohne Navi findet, sichere Warnungen vor Baustellen oder Verkehrsbesonderheiten, diese selbst für einen Rollerfahrer wunderbaren Kurven, immer wieder die fantastischen Aussichten auf die Gebirgsseen, wenn man auf einer anspruchsvollen Serpentine ins Tal hinab sieht, diese düsteren Berge, die einem vermitteln, wie klein man doch ist, die netten Autofahrer, die einem wohl aufgrund des Nummernschildes Fahrfehler leicht verzeihen, Hotels, in denen man gut Geld sparen kann, da man mit seinen zwei Kumpels fast immer ein Dreibettzimmer bekommt und den Abend beschließt man dann im Pub bei einem belebenden Ale… Schottland ist ein tolles Land!

Halt! Es ist kein Land. Wollten sie ja dann doch nicht. Und so toll isses auch nicht, wenn du als Zweiradfahrer ständig im beschissenen Regen unterwegs bist!

Dann tickt das Navi aus und du musst nach Schildern Ausschau halten, die du eh nicht siehst, weil dir die beknackten Regentopfen von innen und von außen das Visier, das du auflässt, damit es nicht beschlägt, die Sicht versauen, du musst aufpassen, dass du die bekloppten Fahrradfahrer, die selbst zu zweit aufgrund ihrer unkalkulierbaren Fahrweise nicht zu überholen sind, auf diesen viel zu engen Wegen nicht einfach ins nächste Tal beförderst, musst ständig in den Überholnischen auf die Schnecken der anderen Seite warten, Split, überall Split, Split und tote Tiere in den Kurven, den Geraden, bergauf, bergab, musst auf den freien Strecken auf Geschwindigkeitsfallen der lokalen Polizei gefasst sein, die in den oh so verträumten Dörfern wie Kojoten auf Beute warten, graue Schleier links und rechts der Straße, wo Aussicht sein sollte, nasse Klamotten, die man auf den völlig überteuerten Fähren nie trocken bekommt, musst bei Richtungsunsicherheiten hin und wieder lokale Sprachgewohnheiten von Stadtautofahrern anhören („You fuckin‘ idiots!“), bekommst im Hotel ein Doppelbett und so ’ne Art Campingliege und bezahlst abends an der Bar 6-7 Euro für ein Bier!

Schottland soll sein wie sein Whiskey: Rau, alt und mit viel Seele.
Wenn er allerdings so verwässert wird, würde ich es, um mit Horst Lüning zu sprechen, mal so ausdrücken: Ich habe diesen leicht erdigen Geschmack von einer auf dem Lochwanderpfad zertretenen nordschottischen Erdkröte, die gerade eine Fruchtfliege verspeiste, welche kurz zuvor auf einem im Torfmoor liegenden Apfel gesessen hatte, hier in diesem Whiskey nicht gespürt.

Das war im Juli 2015. Dem verregnetsten und kältesten in Schottland seit Beginn der meteorologischen Aufzeichnungen.

 

England, ein Urlaubsblog

Ankunft Newcastle, Fährhafen. Navi gestellt, Linksfahren kein Thema, raus in den Regen.

Speed Limit einhalten, aber ausnutzen mit Plus-Prozenten. Scheiß Sicherheitsabstandslückenspringer, überall auf der Welt das Gleiche! Einmal von Ost nach West, Stau, Regen, was mache ich hier eigentlich? Ach ja, ich muss hier sein, denn ich will ja wohin…

In Carlisle nass und kalt ankommen, die Bikes zu dritt auf dem viel zu kleinen Hinterhof parken, die Blinker und die Auspuffe berühren sich. Koffer ab, hoch in die dritte Etage, für drei Männer nur ein Einzel- und ein Doppelbett. Prima! Es schifft draußen. Frühstück buchen. Geht nur von 7:00 – 8:15 Uhr. Wäscheleine spannen, Klamotten aufhängen. Aufm Zimmer rumhängen, Route planen, restliche Hotels buchen. Um 16:00 Uhr in die Stadt. Es regnet und nicht wenig. Geld abheben. Karte funktioniert nicht. Andere Karte. Geht nicht. Anderer Automat. Karte geht noch nicht. Karte 2 geht.

Thai-Restaurant öffnet erst um 17:30 Uhr. Also ins Nachmittagszeitvertreibungspub, 10 Pfund für 3 Bier. Das gewünschte Bier ist alle. Also Plörre rein. Okay. Um 18:00 Uhr alle drei Zapfsorten durch, auf zum Restaurant! Es regnet. Immer noch. Der Thai hat zu. Von heute bis Mittwoch. Zum Take-Away-Chinamann nebenan. Gut, zwei Drittel weniger teuer. Klo ist kaputt. Auf, Klo suchen. Es gibt keins. An einem anderen Restaurant ein Schild: „Keine öffentliche Toilette, nur für Gäste!“ Trotzdem versuchen. Schön mit deutschem Akzent. Keine Chance. Die Tresenlady sagt uns: “ Keine öffentliche Toilette, nur für Gäste! Versucht’s an der Bushaltestelle.“ An der Bushaltestelle: „Keine Toilette! Versucht’s am Bahnhof“ Ich: „Ich will einfach nur pissen und ich weiß nicht, wo der blöde Bahnhof ist!!!“ „Dann geht doch mal rüber zu KFC…“ Gesagt, getan, gepisst, zurück. Es regnet. Ich hasse dieses Land! Wer will hier bloß freiwillig leben? Auf dem Weg zurück zum Restaurant sehen wir einen, der an eine Hausecke pisst. Und wir fragen höflicherweise im Restaurant… ach, vergiss es…

Im Restaurant bekomme ich, trotz englischer und chinesischer Anweisung, dennoch eine Speise mit Zwiebeln. Eine der beiden Sprachen kann ich sehr gut… Also auf Deutsch und Chinesisch beschweren, 5 min später steht das Essen auf dem Tisch, ist billig und überraschend gut und scharf.

Zum Tagesausklang Nachfrage im Spirituosengeschäft, ein gutes, typisch englisches Bier soll es sein. „John Smith, Fosters, Holsten…“ Wir verlassen das Geschäft mit polnischem und jamaikanischem Gesöff.

Weg hier, nur weg hier…

Morgen starten wir endlich unsere Tour durch Schottland.

Déjà-vu

Diese Zeit. Dieses Wetter. Dieses Stechen in der Schulter. Dieses Ich- muss-weniger-am-PC-sitzen. Dieses Ich-brauche-einen-Chiropraktiker-dann-geht-es-wieder.
Dieser Husten, der nicht weggeht. Diese Rückenschmerzen. Diese Gymnastikübungen.

Es ist noch nicht vorbei. Im Kopf noch nicht vorbei. Was auch immer der Körper verheißt, es ist noch nicht vorüber.

Wir haben die kleinen Erfolge gefeiert. Und die großen. Und die fremden. Und die schönsten, die gar nicht wichtig waren, aber so gut taten.

Wir versuchten die zu vergessen, denen Leben nicht so viel Wert ist. Wir versuchten klarzukommen. Wir kamen voran. Wir gaben nie auf.

Déjà-vu. Ein sich beim Aufwachen auflösender Traum. So hofft man. Bis zuletzt…

Stärke

Die eigene Stärke wird oft falsch eingeschätzt. Manche unterschätzen sie, andere trauen sich zu viel zu. Man hält mitunter Menschen für stark, weil sie nach außen so erscheinen, weil sie keine Schwäche zeigen, weil sie vieles wegreden, weil sie mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit Probleme angehen. Die Mauern, die sie bauen, sieht man nicht. Auch sieht man diese Mauern nicht bröckeln. Man sieht nur die Schutthaufen, wenn sich herausstellt, dass dieser Mensch doch nicht so stark war, wie er schien.

Manche starke Leistung wird von einigen Menschen nicht anerkannt, vielleicht, um sich selbst als stärker zu gebärden, vielleicht aus Neid, vielleicht auch nur aus Missgunst. Oder es steckt Geld darin, diese starke Leistung anzufechten. Plong! Das ist dann schon ein starkes Stück. Wohlwollende Menschen bestärken dich in Zeiten der Schwäche durch Trost, Mutmachung, echter Anteilnahme und helfen dir aus der Krise; sie unterstützen dich und üben konstruktive Kritik, bringen dich dazu, deine Wege zu überdenken, stehen zu dir bei großen Gegnern und halten dich für stark, weil du das alles durchstehst. Stärke, die du aus anderen ziehst, wird dir zugeschrieben. Und dann kann es passieren, dass du, weil du selbst daran geglaubt hast, vor und trotz all der Stärke zusammenbrichst. Weil du dich überschätzt hast. Weil die ganze positive Verstärkung deines Umfeldes durch ein einziges Plong zusammenfällt. Dann sitzt du auf diesem Schutthaufen und hast keine Ahnung von irgendwas. Vielleicht wird die wahre Stärke in Einheiten der Plongresistenz gemessen. Nicht jeder hält viele davon aus.

In die depressive Kiste fällt kein Lichtstrahl, an dem man sich orientieren könnte. Alleine kommt man da nicht raus. Der berühmte Spruch mit dem „sich selbst am Schopfe herausziehen“ fällt da ein. So stark ist niemand. Aber du musst an die Wände klopfen. Dann kommt vielleicht einer, der mal ab und zu den Deckel öffnet.

Dann sieht man wieder Licht. Das stärkt.

This all will be over

when you look at your child,
tell me: What do you see?
those big, curious eyes
wondering constantly

make them shine, take them in
their laughter, their tears,
their lust and their hunger,
their joy and their fears

take a long, long good look
and enjoy, while you can

one day this all will be over
all will be over
one day
one day
one day
and all will be good

you sit at the pool and think
live can be good
you treat yourself well
more often you should

the water is splashing
the wind in the trees
no other sounds, only
the rustling of leaves

make every day count
and enjoy, while you can

one day this all will be over

you have a good time
going out with your friends
and you eat and you drink
the night never ends

you talk and you chill
you dance and you sing
you laugh and you feel
the life happening

take it in, live it out
and enjoy, while you can

one day this all will be over

live is not fair, it
puts you to the test
when things go wrong
does not let you rest

it bites you, it hits you,
it stings and it pains
it’s messed up by people
it hurts and it drains

the truth will prevail,
set you free again

one day this all will be over
all will be over
one day
one day
one day
and all will be good

kg 090415

Auf einer anderen Erde

Du siehst diese Person

Wer ist sie
Was macht sie
Lässt sie sich auch gehen

Verdrängt sie genauso
Zerreißt es sie von innen
Oder lebt sie ihre Wut aus

Krankenhaus oder Gefängnis
Strandcocktail oder Whiskeyflasche
Schafft sie es

Schafft sie es alleine
Hat sie solche Freunde
Hat sie noch ein Leben

In einem anderen Licht

Dahab, Ägypten

A happier song

The other kid, he stole his toy
and actually made him cry.
He never gave him back his things
and laughed and coiled in joy.

I wish, that I could tell you, that
they finally got along
and I wish, this was a happier song
and I wish, this was a happier song

She thought, she had it all, with him
it all made sense at last
her loneliness ‚d be over soon,
forgotten ‚d be the past

I wish, that I could tell you, that
she hasn’t been left alone
and I wish, this was a happier song
and I wish, this was a happier song

They slowly stepped onto this deck
to take them far away.
They had just paid all, that they had,
and now were on their way

I wish, that I could tell you, that
they made it all along
and I wish, this was a happier song
and I wish, this was a happier song

She saw his eyes, she saw the hope,
that they were shining with
He saw her tears, he saw the truth
lurking underneath

I wish, that I could tell you, he
was fine and they were wrong
and I wish, this was a happier song
and I wish, this was a happier song

She’d left some time ago, but he
could never let her go.
With 92, she passed away,
he promised, to meet soon

I wish, that I could tell you, that
they met, where they’d belong
and I wish, this was a happier song
and I wish, this was a happier song

He once again climbed on his bike
for simply riding off,
to clear his mind and to forget
the last breath of his love

I wish, that I could tell you, that
he managed to stay strong
and I wish, this was a happier song
and I wish, this was a happier song

He read the letter, that he got,
out loud, and in his voice
you´d hear the pain, you’d hear the joy.
the tears went in his eyes

I wish, that I could tell you, what
these words were on his tongue,
but he then wrote a happier song
but he then wrote a happier song

kg
130315

Abstand

Wenn der Kopf nicht mehr kann oder will, muss man raus. Aus dem Trott, raus aus dem Gedankenstrom, raus der Stadt. Raus aus der dicken Luft, rein ins frische Wasser. Weg vom Schreibtisch, ran an den Pool. Das hilft.
Nur arrogante, selbstverliebte Gutachter sehen das anders. Aber die kann man eh nur erschlagen- mit Paragraphen. Was hoffentlich bald passiert.