England, ein Urlaubsblog

Ankunft Newcastle, Fährhafen. Navi gestellt, Linksfahren kein Thema, raus in den Regen.

Speed Limit einhalten, aber ausnutzen mit Plus-Prozenten. Scheiß Sicherheitsabstandslückenspringer, überall auf der Welt das Gleiche! Einmal von Ost nach West, Stau, Regen, was mache ich hier eigentlich? Ach ja, ich muss hier sein, denn ich will ja wohin…

In Carlisle nass und kalt ankommen, die Bikes zu dritt auf dem viel zu kleinen Hinterhof parken, die Blinker und die Auspuffe berühren sich. Koffer ab, hoch in die dritte Etage, für drei Männer nur ein Einzel- und ein Doppelbett. Prima! Es schifft draußen. Frühstück buchen. Geht nur von 7:00 – 8:15 Uhr. Wäscheleine spannen, Klamotten aufhängen. Aufm Zimmer rumhängen, Route planen, restliche Hotels buchen. Um 16:00 Uhr in die Stadt. Es regnet und nicht wenig. Geld abheben. Karte funktioniert nicht. Andere Karte. Geht nicht. Anderer Automat. Karte geht noch nicht. Karte 2 geht.

Thai-Restaurant öffnet erst um 17:30 Uhr. Also ins Nachmittagszeitvertreibungspub, 10 Pfund für 3 Bier. Das gewünschte Bier ist alle. Also Plörre rein. Okay. Um 18:00 Uhr alle drei Zapfsorten durch, auf zum Restaurant! Es regnet. Immer noch. Der Thai hat zu. Von heute bis Mittwoch. Zum Take-Away-Chinamann nebenan. Gut, zwei Drittel weniger teuer. Klo ist kaputt. Auf, Klo suchen. Es gibt keins. An einem anderen Restaurant ein Schild: „Keine öffentliche Toilette, nur für Gäste!“ Trotzdem versuchen. Schön mit deutschem Akzent. Keine Chance. Die Tresenlady sagt uns: “ Keine öffentliche Toilette, nur für Gäste! Versucht’s an der Bushaltestelle.“ An der Bushaltestelle: „Keine Toilette! Versucht’s am Bahnhof“ Ich: „Ich will einfach nur pissen und ich weiß nicht, wo der blöde Bahnhof ist!!!“ „Dann geht doch mal rüber zu KFC…“ Gesagt, getan, gepisst, zurück. Es regnet. Ich hasse dieses Land! Wer will hier bloß freiwillig leben? Auf dem Weg zurück zum Restaurant sehen wir einen, der an eine Hausecke pisst. Und wir fragen höflicherweise im Restaurant… ach, vergiss es…

Im Restaurant bekomme ich, trotz englischer und chinesischer Anweisung, dennoch eine Speise mit Zwiebeln. Eine der beiden Sprachen kann ich sehr gut… Also auf Deutsch und Chinesisch beschweren, 5 min später steht das Essen auf dem Tisch, ist billig und überraschend gut und scharf.

Zum Tagesausklang Nachfrage im Spirituosengeschäft, ein gutes, typisch englisches Bier soll es sein. „John Smith, Fosters, Holsten…“ Wir verlassen das Geschäft mit polnischem und jamaikanischem Gesöff.

Weg hier, nur weg hier…

Morgen starten wir endlich unsere Tour durch Schottland.

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